Der voreilige Frühling bricht etwas in mir. Mit letzter Kraft renn ich in die Wälder, schmeiße mich auf ihre dunkle, feuchte Erde und rufe, den unbekannten Namen in das Echo meiner Leere. Meine allerletzten, krümligen Reste Jugend, verbringe ich mit Ratlosigkeit. Die Sehnsucht kommt mir zu den Ohren hinaus. Meine Liebe glaubt nicht an Projektionen. Sie hängt fest in den Armen eines Geistes. Sie hängt dort, wie ein störrischer Faden, der da nichts verloren hat, den niemand bemerkt. Ich kann nicht dorthin zurück und sie lösen. Ich selbst hänge fest. Es wäre Zeit gewesen. Zeit zu gehen? Zeit ein wenig Glück zu finden? Zeit Erfahrungen zu machen? Zeit zu leben.
Lieber Leser
-
Kommt das eigentlich noch jemandem ausser mir äusserst schräg vor,
ausgerechnet dort das generische Maskulinum – und dann noch nicht mal im
Plural (‘Lieb...
vor 8 Stunden

Ja Maryam, ganz genau diese Zeit ist es!
AntwortenLöschenNur wenn man bereit dafür ist.
LöschenHallo Miriam, heute in einer für mich ungewöhnlichen Form.
AntwortenLöschenWochenendliches Frühlingsgeflüster im Wald
Halblauer Himmel, wärmende Sonnenstrahlen.
Erstes zartes Grün, erste zarte Blüten.
Viele und aberviele tanzende Schmetterlinge.
Singende, rufende, klopfende Vögel.
Einfach Mystik Wald.
Vom ich übers wir zum Einklang mit Mutter Erde.
Danke Henry. Hat der Frühling dich inspiriert?
LöschenEs gefällt mir sehr!
Vor allem aber die letzte Zeile. Danke, das ist ein schönes Gedicht!
Hallo Miriam, ich war gestern durch einen in meiner unmittelbaren Nähe existierenden Wald geradelt. Hätte sich das geteilte Deutschland nicht vereinigt, wäre dieser wunderbare Flecken Erde für Braunkohle geopfert wurden. Irgendwie ein Hoffnungsschimmer in dieser selbstzerstörerischen Welt. Deshalb war es gerechtfertigt, ihm einen Platz in meinem Herzen zu geben. Wie es scheint, befindest Du Dich in einer ähnlichen Situation. Die Natur ergreift Besitz über einen ehemaligen Flughafen.
LöschenJa Henry. In der Tat, sie ergreift Besitz und auf dem Heimweg definierte ich uns als Wesen, die immer noch wie alle anderen Jahrezeitengeworfen sind. Wir wollen es gerne abstreiten-außer eben im Frühling- es kommt unserem Anspruch an immer gleicher Arbeitskraft nicht gelegen. Aber wenn wir ehrlich wären, dann glichen sich unsere Bedürfnisse und Verlangen sehr schnell den Jahreszeiten an, sogar mit Wohnungen/Heizungen/Kleidung.
AntwortenLöschenEhemaliger Braunkohleabbau in dem nun die Schmetterlinge tanzen.
Doch das hat etwas sehr schönes. Und du sagst es: Die Natur ergreift Besitz....wenn wir das nur begreifend akzeptieren könnten!