Kann sein, dass ich mich irre, kann sein, dass mein Serotonin nur gerade am auslaufen ist, kann auch sein, dass ich einfach nur müde bin oder überfordert, ne Herbstdepression oder Schweinegrippe bekomme. Kann aber auch sein, dass ich Recht habe und der stinkige, überlaute, graue Haufen, den ich gerade vor mir sehe, das ist, was sie ist, die Welt.
Mein Kopf tut weh, mein inneres Kind quengelt synchron mit den dreien da draußen.
Ich sollte Geschichte lernen. Ich sollte aufräumen. Ich sollte Briefe aufmachen. Ich sollte die Bilder fertig malen. Ich sollte eine bessere Mutter sein. Ich sollte mich nicht so kraftlos fühlen. Ich sollte aufhören zu jammern. Ich sollte dankbar sein. Ich sollte ganz anders sein und das Wort sollte, sollte nicht sein.
Was mich heute traurig macht, ist meine Traurigkeit, obwohl es doch keinen wirklichen Grund gibt.
Und diese sich heimlich anschleichende Einsamkeit, macht mir ne Scheißangst.
Heute schien die Sonne und ich habe sie nicht gewürdigt; konnte es nicht, denn da war nichts, außer mein aufgesetztes "Aah die Sonne!" in mir drin, ein extra für mich aufgesetztes "Aah" und für alle Miris: den Kopf nach oben strecken und grinsen!
Privat-Theater-Vorstellung: sunshine- life is beautiful.
Das Rechtschreibprogramm kennt keine Schweinegrippe, nur Schweinerippe....und meint Scheißangst müsste Scheiß angst geschrieben werden...da sieht man mal wieder deutlich, dass ein Programm keine Ahnung hat vom Leben mit Gefühlen und Schweinegrippe.
Ich habe in Mathe was verstanden, eindeutig das Highlight* des Tages. Ich habe diesmal genau den richtigen Lehrer erwischt, einen für den Lehren fast so elementar zu sein scheint, wie atmen. Das sieht man daran, dass er eigentlich schon in Rente sein sollte und kein bisschen (wird das wirklich soo geschrieben?) verbittert, verbraucht, vertig (ich weiß..) aussieht. Das tun die idealistischen Lehrer nämlich meistens nach einigen Jahrzehnten, wenn sie feststellen, dass man Menschen nicht mal schnell was beibringen kann, wenn überhaupt.
Vielleicht sollte ich ne Sozialstudie über Lehrer aufstellen. Vom Persönlichkeitstyp würde ich sie in die Kisten depressiv oder/und zwanghaft packen. Das wäre sicher ne prima Möglichkeit mich von meinen eigenen Störungen abzulenken.
Die Traurigkeit ist der Müdigkeit gewichen, ich glaub mit Schweinegrippe lag ich gar nicht so fern.
Ich wünsch mir schöne Tage, Tage mit Freunden und Gemeinsamkeit. Ich wünsch mir eine Hand, die meinen Kopf streichelt, wenn ich traurig bin. Ich wünsch mir Kraft, meine Aufgaben erfüllen zu können. Ich wünsch mir Versöhnung mit Licht und Schatten. Ich wünsch mir, all das für alle, die sich dies wünschen und für alle, die es sich wünschen würden, wenn sie nicht aufgehört hätten, zu wünschen.
Was können Worte tröstlich sein.
Es ist schon sonderbar, seine alten Texte zu lesen. Dieser hier hieß "Kann, sollte, sein" vom 13. Oktober,
Mein Schreibstil hat sich wohl wirklich etwas geändert, schrieb ich früher lockerer? Inhaltlich ist es aber immer noch, immer wieder aktuell.

Genial. Die lockere Zunge steht Dir wunderbar!
AntwortenLöschen[H]Ach, danke Sherry, von dir bedeutet mir ein Lob sehr viel.
AntwortenLöschenMaryam, Deinen Kommentar zu den Beitrag “Freundinnen“ vom 19.06.2011, 22:58 auf Sherrys Blog las ich besondere aufmerksam. Wir stellten ja schon fest, jeder interpretiert Definitionen anders. Deshalb kann es jederzeit zu Missverständnissen kommen. Meiner Meinung nach wird man nicht Freund(in), sondern ist Freund(in). Auf der eine Seite spielen in der biologische Evolution Gene eine Rolle und auf der anderen Seite spielen wiederum in der kulturellen Evolution Memen eine analoge Rolle. Noch viel schöner wenn wir eine(n) Freund(in) als Partner(in) kennen und lieben lernen. Vor nicht allzu langer Zeit wurde ich darauf hingewiesen, um vorprogrammierten Missverständnissen vorzubeugen, Araber bzw. Menschen mit arabischer Abstammung erst einmal über einen längeren Zeitraum kennenzulernen. Du, Maryam, wirst immer die sympathisch Maryam bleiben. Deshalb kann Dein Kommentar ruhig unverändert stehen bleiben. Ein gut absolviertes Studium wird sich nach meiner Meinung sehr positiv auf Deinen weiteren Lebensweg auswirken.
AntwortenLöschenWas sind denn Memen?
AntwortenLöschenhttp://de.wikipedia.org/wiki/Mem
AntwortenLöschenVersuche Dir, Maryam, auf Deine Frage im Kommentar zu den Beitrag “Freundinnen“ vom 20.06.2011, 15:24 auf Sherrys Blog zu antworten. Nahm mir gestern viel Zeit, zum nachdenken.
AntwortenLöschenWiederum eine daraus resultierende Frage lautet für mich: “Warum verhielten sich die Araber, denen ich bisher begegnete, so und nicht anders?“. In diesem Punkt waren wir uns auf alle Fälle einig, es ist vorteilhafter nicht ins Fettnäpfchen zu treten.
Deshalb meine Suche im Web nach kompetenten Leuten. Wurde im allgemeinen aufmerksam auf die Website wisen.de und im speziellen auf den Beitrag “Business-Knigge Arabisch-Islamische Welt“. Könnt Ihr Beiden mir mal “bestimmungsgemäßen Abruf im Internet“ erklären? Wenn Du, Maryam, Zeit hast, schau Dich auf dieser Website ruhig einmal um. Dieser Betrag ist über “suchen auf wissen.de …“ zu finden.
Vertrauen mir die Arabern erst, wenn sie mich kennenlernen dürfen?!
Henry, ich kann deinem Gedankensprung, von meinen zu deinen Worten, nicht folgen.
AntwortenLöschenWie kamen wir zu Arabern? Weil ich ein halber bin? Mir mag die arabische Kultur bekannt sein, sie bleibt mir dennoch fremd; blieb sie zumindest bis jetzt.
Warum möchtest du denn, dass "Araber" dir vertrauen? Und wie verhielten sie sich denn? Aufgrund meines genialen Scharfsinns vermute ich einmal, dass sie dir misstrauten? :)