Montag, 31. Mai 2010

Erkenntnis

Mir ist etwas bewusst geworden, als ich letztens Sex and City im Kino sah, mit den vielen schönen Kulissen und schönen Kleider, da wusste ich, dass ich das alles nicht wirklich haben möchte. Begehbare Kleiderschränke, haben noch nie einen riesen Reiz auf mich ausgeübt.
Damals war es eh alles nur Dunya, heute ist es etwas, das mich einfach nicht ruft. Ich hätte zwar nichts gegen eine schicke Wohnung und all den Schnick-Schnack, aber ich weiß schon jetzt, dass es mich nicht glücklicher machen würde, als ich bin.

Ich verstehe nicht mehr, warum Reichtum mir die letzte Zeit anstrebenswert vorkam. Vielleicht weil es vorher so verteufelt wurde? Als Gegenreaktion..vielleicht.
Und Geld ist gut, um damit seine Rechnungen zu bezahlen, Geld ist gut, um damit Gutes zu tun, Geld ist auch gut, um sich sein Leben einfacher zu machen. Aber es wird für mich immer ein Mittel zum Zweck bleiben und niemals ein Ziel.

Vielleicht werde ich eines Tages ein Haus mit Garten haben und schöne Kleider mit Begehbarenkleiderschrank, so als Nebeneffekt wäre es ganz nett. Mehr aber auch nicht.Ich hänge nicht an Dingen, meist merke ich gar nicht, wenn sie verschwinden.

Sonntag, 23. Mai 2010

Ohne Worte

Das Wichtigste bleibt ungesagt. 



Mittwoch, 19. Mai 2010

Wer hält uns?


Wer hält uns, wenn wir fallen? Werden wir überhaupt gehalten? Und warum fallen wir?
Ich bin mir fast sicher, dass jeder Mensch, der ehrlich zu sich ist, diese Momente kennt, in denen er sich hilflos fühlt, in denen er sich selbst nicht mehr managen kann, diese unter-die-decke-kriechen-und-nie-wieder-herauskommen-wollen Momente.

Meist passiert davor etwas, das uns verletzt. Und oft hat es etwas mit Liebe, bzw. nicht-Liebe zu tun. Uns war etwas wichtig, aber es ist nicht passiert. Wir fühlen uns plötzlich sehr verletzbar, klein und stellen uns selbst in Frage...und dann fallen wir, weil wir zu schwach sind, um uns auf den Beinen zu halten.
Blöderweise halten wir die Menschen, die uns zur Seite stehen wollen oft für nicht fähig, weil wir meinen, sie könnten uns nicht verstehen, oder weil wir selbst bestimmen wollen, wer uns auffängt oder weil wir zu stolz sind, um jemand anderen unsere Schwäche zu zeigen.
Vielleicht auch, weil jemand, der so bedingungslos zu uns steht, doch nicht ganz dicht im Kopf sein kann.
Ich wage zu behaupten, dass niemand in solchen Momenten allein sein muss (sollte es wirklich jemanden geben, der niemanden kennt, für den er wichtig ist, der ihn liebt, dann ist das wohl der ärmste Mensch auf Erden.).

Wirkliche Stärke kann nur dort sein, wo auch die Schwäche ihr Recht bekommt. Ansonsten wird die Schwäche sich rächen und dann wird sie stark sein und wir hilflos, bis wir einsehen, dass sie zu uns gehört und, dass das, was wir negativ nennen, zum Leben dazu gehört, dass das eine nicht ohne das andere sein kann.
Das ist das wichtigste, das ich in den letzten Jahren gelernt habe.

Ich bin endlich wieder die große, starke Schwester, die ich früher war, die immer Licht am Horizont sieht und am liebsten jeden auf dieser Welt retten würde.
Aber diesmal ist es anders, diesmal habe ich mich zuerst selbst gerettet. Ich bin gefallen und habe gelernt, dass Schwäche auch zu uns gehört und wir deshalb nicht aufhören liebenswert zu sein. So viele Menschen standen in dieser Zeit bei mir und ich kann meine Dankbarkeit dafür kaum in Worte fassen. Danke!

Und rückblickend sehe ich, dass es wichtig war, eine Weile das kleine, traurige Mädchen, das hilflos am Wegrand sitzt und nicht mehr weiter gehen will, heraus zu lassen.
Nun kann ich die Vorteile genießen, die es mit sich bringt eine große Schwester zu sein. Selbstbewusst, verantwortlich, hilfsbereit zu sein, sind positive Eigenschaften, wenn sie echt sind und nicht übergestülpt. Ich kann jemanden in den Arm nehmen und mitziehen. Aber ich kann mich auch in den Arm nehmen lassen, wenn ich es brauche.

Lasst euch in den Arm nehmen, wenn ihr es braucht und nehmt es an. Ihr werdet es weiter geben, wenn die Zeit dafür gekommen ist. Und seid nicht traurig, wenn etwas in eurem Leben nicht so läuft, wie ihr es erhofft habt. Seid euch gewiss, wenn euch jemand nicht zurück liebt, dass es nicht an euch liegt, sondern der andere einfach nicht in der Lage dazu ist, warum auch immer.

Samstag, 15. Mai 2010

Gute Nacht.

Alles ruhig. Dafür liebe ich die Nacht. Sie hat ihren eigenen Zauber, dem ich, schaffe ich es meiner eigenen Müdigkeit zu widerstehen, immer wieder gerne erliege. Zauber ist hier eigentlich das falsche Wort. Denn Zauber lässt (mich zumindest) an Trug denken, an etwas vorgetäuschtes. Die Nacht ist aber genau das nicht. Nichts erscheint mir näher an dem Wahren, als die Nacht. Der Tag und nicht die Nacht ist es, die überdeckt mit seiner Helligkeit, Lebendigkeit, Geschäftigkeit. Der Tag lenkt uns ab. Die Nacht aber ist in ihrer Dunkelheit, wie sie ist. Und sie gibt uns die Chance zu sein, wer wir sind. Dafür und für ihre Ruhe liebe ich die Nacht.

Sonntag, 9. Mai 2010

Najah=Erfolg






Liebe und Krieg




H U BB               ergibt L I E BE
H A R B              ergibt K R I E G
J A NN A            ergibt P A R A D I E S
J A H A N A M   ergibt H Ö LL E


Die Buchstaben stehen einzeln, unverbunden. Wir verbinden sie. Jeder von uns, jeden Tag. Und wir entscheiden, ob wir Liebe wollen oder Krieg, ob wir in einer Hölle leben wollen oder im Paradies. Das ist der Vorteil, in einer dualistischen Welt zu leben.

Montag, 3. Mai 2010

Let it go!

Vielleicht kennt ihr das...wenn man sich etwas wünscht, so ganz freudig und doll, gibt es irgendwann einen Wunschstau. Dann empfiehlt es sich auszuatmen und die Wünsche fliegen zu lassen.

Nicht, dass man nicht mehr wünscht, aber man gibt ihnen die Freiheit, man hört auf, sich an sie zu klammern. 

Manchmal ist das Loslassen aber schwer, wenn man sich etwas sehr wünscht. Trotzdem muss der Punkt kommen, an dem man seine Sache Gott oder dem Universum oder wie man es nennt anvertraut und mit dem Loslassen zeigt, dass man vertraut. 

Ich bilde mir ein, dass es eine bestimmte Stimmung gibt, in der all unsere Gebete erhört werden. Wenn wir eine Nähe spüren, uns verbunden fühlen mit dem Ganzen. (Ich weiß erst kürzlich, dass ich schon immer etwas vom Sturm und Drang in mir hatte.) 

Heute habe ich meine Wünsche losgelassen und fühle mich gelassen, wie lange nicht mehr. Ich bin nicht abhängig von ihnen. Was kommt, kommt. Was nicht, nicht. Das Sprichwort "auf Teufel komm raus" hat seinen Grund. 
Und ich habe mir schon einmal in meinem Leben etwas auf Teufel komm raus gewünscht, Gott und seinen Beweiß angefleht. Irgendwann bin ich ihm so auf den Keks gegangen, dass er mir meine Bitte erfüllt hat. Und kurze Zeit später, wusste ich, dass es der dümmste Wunsch meines ganzen Lebens gewesen war.

Ich wusste auch, dass ich Gott meine Vorwürfe gemacht hätte, hätte er mich nicht erhört. Deshalb danke ich ihm für diese Erfahrung. Hoffentlich hat sie mich ein wenig weiser gemacht. Wünschen ja, aber nicht 
um jeden Preis. Wir wissen oft nicht, was gut für uns ist. 

Mary am Meer

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